Pressemitteilung schreiben
Pressemitteilungen schreibt nicht jedes Unternehmen gern in eigener Regie. Warum sollte es sonst es PR-Agenturen geben, die sich speziell auf Pressemitteilungen / Pressemeldungen ausgerichtet haben? Selbst eine Pressemitteilung schreiben bedeutet, sich vorher genauer über dieses Thema zu informieren. Eine Pressemitteilung hat absolut nichts mit einem normalen Werbetext zutun, jedoch auch nichts mit einem Text für Webseiten. Eine Pressemitteilung verfolgt nicht das Ziel, im direkten Kanal neue Besucher zu generieren. Daher stellt sich die Frage: Wie schreibe ich eine Pressemitteilung und für wen eigentlich?
Schreiben für Journalisten
Eine Pressemitteilung schreibt man nicht für die späteren Besucher, die eine Dienstleistung oder ein Produkt finden sollen. Pressemeldungen müssen für Journalisten und Redakteure geschrieben werden, die diese PR-Meldung entweder im IST-Zustand übernehmen und anderweitig veröffentlichen, oder die daraus einen neuen Artikel formen und dann in weiteren Medien darüber berichten. Aber diese Personen müssen erst überzeugt werden.
Die Headline / Überschrift
Bevor ein Journalist oder Redakteur eine Pressemitteilung überhaupt aufruft, muss er darauf aufmerksam gemacht werden. Dieser Personenkreis besucht täglich verschiedene Presseverteiler und hält Ausschau nach interessanten Meldungen. Leider ist die Zeit eines Journalisten begrenzt und innerhalb von wenigen Sekunden wird anhand der Überschriften unter zahlreichen Meldungen entschieden, ob diese gelesen oder direkt gelöscht wird. Die Überschrift einer Pressemitteilung ist das wichtigste Element neben dem Teaser. Aussagekräftige Überschriften, die das Interesse wecken, sind von größter Bedeutung!
Auf Werbesprache verzichten
Nichts ist schlimmer als Werbesprache in einer Pressemitteilung. Man muss sich vorstellen, dass Redakteure eine Pressemitteilung nur selten komplett umformulieren, dazu fehlt die Zeit. Zwar soll die Arbeit eines Redakteurs nicht gänzlich ersetzt, aber minimiert werden, damit der Redakteur sich von einer Meldung direkt motiviert fühlt. Wird dies mit aufdringlichen Anpreisungen der Angebote in Werbesprache versucht, wird man durchfallen. Objektivität ist hier gefragt, auch wenn man sein Angebot gerne noch besser darstellen würde, so ist eine sachliche Formulierung bei Pressemeldungen von Vorteil.
Der Teaser / Anreißer
Meist sieht man schon auf der Startseite eines PR-Verteilers einen kurzen Anreißer der Pressemitteilung. Dies ist der Teaser und eben der Abschnitt, der dem Redakteur direkt nach der Überschrift ins Auge sticht. So viele wie möglich Fakten gilt es geschickt in diesem Stück Text zu verpacken. Wenn der Teaser nicht separat im Formular der Meldung verlangt wird, so ist es in der Regel der erste Absatz. Für diesen gilt - wie für den ersten Absatz auch - die sechs W-Fragen einzubinden.
Der erste Absatz
Die sechs W-Fragen gehören in eine Pressemitteilung wie das Trinkwasser zum Leben! Wer, was, wie, wann und wo, aber auch warum? Fragen, die eine Pressemitteilung dringlich beantworten muss und zwar nicht erst am Ende, sondern am besten so früh wie möglich. Jede Frage kann im berühmten ersten Absatz kurz angeschnitten werden. Der weitere Verlauf einer Pressemitteilung soll diese Fragen im Anschluss detailierter beantworten. Die sechs W-Fragen können einen roten Faden bilden, der von Beginn bis Ende den Leser durch die Meldung begleitet.
Die Pressemitteilung
Ist die Überschrift klar, der Teaser gesetzt und der erste Absatz vollständig, geht es an den Rest der Pressemitteilung und damit an den Teil, der am wenigsten gelesen wird. Dies bedeutet nicht, dass hier keine Qualität mehr zählt. Wie bereits angesprochen wurde, muss der rote Faden durch die Meldung gezogen werden und aus den sechs W-Fragen bestehen. Jede Pressemitteilung sollte eine Story haben. Professionelle Pressemitteilungen sind nicht selten mit einer spannenden Geschichte aufgebaut. Damit lassen sich Leser begeistern und auch Redakteure / Journalisten finden spannende Storys prima. In der Pressemeldung sollten möglichst wenig Fachausdrücke benutzt werden, die ein Laie bisher nicht kennt. So sollten also Begriffe wie „Usability“ vermieden und durch „Benutzerfreundlichkeit“ ersetzt werden. Dies versteht dann auch der Nicht-Fachmann.
Presseverteiler und Agenturen
Schreibt man eine Pressemitteilung nicht selbst, so kann man diese von einer PR-Agentur verfassen lassen. Auch die Exklusiv-Content GbR verfasst Pressetexte für Unternehmen und veröffentlicht diese entweder selbst auf Portalen wie PRCenter.de und Offenes-Presseportal.de, oder übermittelt sie dem Unternehmen für eine Veröffentlichung im eigenen Pressefach. Pressemitteilungen dürfen in der Regel in mehrere Portale eingestellt werden. Dies sollte auch in Anspruch genommen werden, weil die Chance steigt, einen Journalisten zu überzeugen.
