19 Jun

Was ist Keyword Stuffing?

Unter Keyword Stuffing versteht man das setzen von bestimmten Suchbegriffen (Keywords) in die Inhalte der Webseite. Vor Jahren verwendete man noch Meta-Tags, um Keyword-Stuffing im übertriebenen Maße durchzuführen. Heute funktionieren die Meta-Keywords in Suchmaschinen wie Google nicht mehr – zum Glück. Da Webmaster aber an ihrer Kreativität nicht zweifeln lassen, haben viele schnell begriffen, dass Keywords in den Text und in anderen Content der Webseite eingebaut werden können. Leider sinkt bei einem Missbrauch der Keywords auch die Qualität der Texte. Es gibt durchaus sogar Leute, die Texte kaufen wollen, in denen übermäßig viele Keywords platziert sein sollen. Wir für unseren Teil beraten unsere Kunden bei der Texterstellung auch über das Platzieren von Keywords und über Keyword-Density. Wir legen großen Wert auf die ordnungsgemäße Anwendung von Suchbegriffen, damit der Kunde keine negativen Konsequenzen zu erwarten hat.

Auf eigenen (Test-)Seiten kann Keyword-Stuffing ruhig ausprobiert werden. Es funktioniert bis zu einem gewissen Punkt, jedoch merken Suchmaschinen solche Techniken sehr schnell und handeln. Die Seite wird meist eine Abstrafung erhalten, dies kann nur ein Penalty 20 oder Penalty 50 sein, oder aber der komplette Ausschluss der Webseite aus der Suchmaschine. Fatale Folgen also, denn die Webseite bringt in dieser Position aus finanzieller Sicht kaum etwas. Besucher führt man in einem solchen Fall nur noch über alternative Marketingaktivitäten auf die Webseite, die meist richtig Geld kosten.

Neben übermäßig vielen Keywords im Text, setzen manche Webmaster eine ganze Wolke an Keywords in den Footer oder die Sidebar der Website. Footertexte werden gerne in der identischen Farbe dargestellt wie der Hintergrund. Somit sind sie für das menschliche Auge unsichtbar. Man spricht dann vom „Hidden Text“ oder „Hidden Content“. Da die Keywords im Quellcode trotzdem zu sehen sind, nehmen Suchmaschinen diese Art von SPAM wahr. Das ist aber nicht genug, auch kleine 1×1 Pixel Bilder werden transparent in den Footer eingebunden und bekommen Keywords als Namen, Title-Tag und Alt-Tag zugewiesen. Merkt ja kein Mensch, wenn 100 kleine Pixel im Footer liegen. Die Suchmaschine hingegen bekommt es schnell mit.

Fakt ist: Wer sich erwischen lässt, ist selbst schuld. Solche Experimente führt man nur auf eigenen Testseiten durch und zudem nicht an Seiten, die einen täglichen Betrieb aufweisen müssen und schon gar nicht an Seiten, die für die eigene Existenz notwendig sind. Wer Texte kaufen will und solche keywordlastigen Artikel geliefert bekommt, sollte unbedingt vom Kauf zurücktreten. Kundenwünsche sind dahingehend nur in Ordnung, wenn das Level stimmt. Auch als Agentur muss mit der Angst gelebt werden, dass der Kunde abgestraft wird und die Schuld ganz öffentlich der Agentur zuweist.


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